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Die ersten Bilder des James-Webb-Weltraumteleskops haben lange auf sich warten lassen, aber das Warten hat sich gelohnt, denn, wie NASA-Administrator Bill Nelson in der Pressemitteilung zur Veröffentlichung der 5 neuen Bilder sagte: „Die Menschheit erlebt heute eine neue und innovative Vision des Kosmos.“.

Diese ersten Beobachtungen des James-Webb-Teleskops wurden von Vertretern der NASA, ESA, CSA und des Space Telescope Science Institute ausgewählt und erzählen die Geschichte des verborgenen Universums in jeder Phase seiner Entstehungsgeschichte. Die Veröffentlichung der ersten Bilder und Spektren des Webb-Teleskops markiert den Beginn des wissenschaftlichen Betriebs des größten und leistungsstärksten Teleskops, das jemals ins All geschickt wurde. Astronomen weltweit erhalten damit die Möglichkeit, alles zu beobachten – von Objekten in unserem Sonnensystem bis hin zum frühen Universum.

 

Diese Bilder, darunter die bisher tiefste Infrarotaufnahme unseres Universums, zeigen uns, dass das Webb-Teleskop uns helfen wird, Antworten auf Fragen zu finden, die wir noch gar nicht gestellt haben; Fragen, die uns helfen werden, unser Universum und den Platz der Menschheit darin besser zu verstehen

Bill Nelson – NASA-Administrator

 

Dies sind die 5 Bilder, die eine neue Ära in der Erforschung des fernsten Universums einläuten werden.

1/5 Das tiefste und schärfste Infrarotbild des entferntesten Universums


 

 

 

 

Das erste dieser Bilder, das wir betrachten können, ist eine Nahaufnahme des Galaxienhaufens SMACS 0723. Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat die bisher schärfste und tiefste Infrarotaufnahme des fernen Universums erstellt. Tausende von Galaxien – darunter die lichtschwächsten Objekte, die jemals im Infrarotbereich beobachtet wurden – sind in der von Webb aufgenommenen Ansicht zum ersten Mal sichtbar. Dieser Ausschnitt des unermesslichen Universums ist etwa so groß wie ein Sandkorn, das ein Mensch auf der Erde in Armlänge hält.

2/5 Das Schauspiel eines sterbenden Sterns


Südlicher Ringnebel
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA und STScI

 

Der lichtschwächste Stern im Zentrum dieses Bildes stößt seit Jahrtausenden Ringe aus Gas und Staub in alle Richtungen aus. Das James-Webb-Weltraumteleskop der NASA hat Details des planetarischen Nebels, des sogenannten Südlichen Ringnebels, enthüllt, die Astronomen zuvor verborgen geblieben waren. Planetarische Nebel sind Hüllen aus Gas und Staub, die manche Sterne beim Sterben ausstoßen.

Dieser Nebel ist etwa 2.500 Lichtjahre entfernt. Das Webb-Teleskop wird es Astronomen ermöglichen, viele weitere Details über planetarische Nebel wie diesen zu erforschen, die aus Gas- und Staubwolken entstehen, die von sterbenden Sternen ausgestoßen werden.

Das Verständnis, welche Moleküle vorhanden sind und wo sie sich in den Gas- und Staubschichten befinden, wird den Forschern helfen, ihr Wissen über diese Objekte zu verfeinern.

3/5 Die glühend heiße Atmosphäre eines fernen Planeten


die Atmosphäre um WASP-96b
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA und STScI

 

Das James-Webb-Weltraumteleskop hat das unverkennbare Signal von Wasser sowie Hinweise auf Wolken und Dunst in der Atmosphäre um WASP-96b, einen heißen, aufgeblähten Gasriesenplaneten, der einen fernen sonnenähnlichen Stern umkreist, aufgefangen.

Die Beobachtung, die anhand kleiner Helligkeitseinbrüche bestimmter Lichtfarben das Vorhandensein spezifischer Gasmoleküle aufdeckt, ist die bisher detaillierteste ihrer Art und demonstriert Webbs beispiellose Fähigkeit, Atmosphären in Hunderten von Lichtjahren Entfernung zu analysieren.

Während das Hubble-Weltraumteleskop in den letzten zwei Jahrzehnten zahlreiche Exoplanetenatmosphären analysiert und 2013 den ersten eindeutigen Nachweis von Wasser erbracht hat, stellt die unmittelbare und detailliertere Beobachtung durch Webb einen Riesenschritt nach vorn bei der Suche nach der Charakterisierung potenziell bewohnbarer Planeten jenseits der Erde dar.

4/5 Die Entwicklung von Galaxien und Schwarzen Löchern


Stephans Quintett
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA und STScI

 

Dieses Bild zeigt Stephans Quintett in neuem Licht. Das riesige Mosaik ist Webbs bisher größte Aufnahme und bedeckt etwa ein Fünftel des Monddurchmessers. Es besteht aus über 150 Millionen Pixeln und setzt sich aus fast 1.000 Einzelbilddateien zusammen.

Die Daten des Webb-Teleskops liefern neue Erkenntnisse darüber, wie galaktische Wechselwirkungen die Galaxienentwicklung im frühen Universum beeinflusst haben könnten. Dank seiner leistungsstarken Infrarotsicht und extrem hohen räumlichen Auflösung enthüllt das Webb-Teleskop beispiellose Details dieser Galaxiengruppe.

Helle Ansammlungen von Millionen junger Sterne und Sternentstehungsgebiete, in denen neue Sterne entstehen, zieren das Bild. Breite Schweife aus Gas, Staub und Sternen werden durch Gravitationskräfte von mehreren Galaxien angezogen. Besonders eindrucksvoll ist Webbs Aufnahme der gewaltigen Stoßwellen, die entstehen, wenn eine der Galaxien, NGC 7318B, den Sternhaufen durchquert.

5/5 Kosmische Klippen und prachtvolle Landschaften der Sternengeburt


Der Caruna-Nebel
Bildnachweis: NASA, ESA, CSA und STScI

 

Diese Landschaft aus „Bergen“ und „Tälern“, die mit hellen Sternen übersät sind, ist in Wirklichkeit der Rand einer nahegelegenen, jungen Sternentstehungsregion namens NGC 3324 im Carinanebel.

Dieses Bild, aufgenommen im Infrarotlicht vom neuen James-Webb-Weltraumteleskop der NASA, enthüllt zum ersten Mal bisher unsichtbare Sternentstehungsgebiete, die sogenannten kosmischen Klippen.

Das scheinbar dreidimensionale Bild von Webb erinnert an schroffe Berge in einer mondhellen Nacht. Tatsächlich zeigt es den Rand der riesigen Gashöhle in NGC 3324, und die höchsten „Gipfel“ in diesem Bild erreichen eine Höhe von etwa 7 Lichtjahren. Diese höhlenartige Region wurde durch intensive ultraviolette Strahlung und Sternwinde extrem großer, heißer, junger Sterne im Zentrum der Blase über dem im Bild dargestellten Bereich in den Nebel geformt.

Interessiert an Wissenschaft?

Weitere Informationen über das James-Webb-Teleskop und alle seine Bilder finden Sie auf dem offiziellen Twitter-Account der NASA in spanischer Sprache.

 

 

 

 

 


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